Projekt Startup: Warum wir es uns nicht einfach machen

Aktualisiert: Juni 10

Loopi ist aus einer Idee entstanden, Kinderwagen im Design zu vereinfachen und sie kreislaufwirtschafts-tauglich zu machen. Das wisst ihr bereits, wenn ihr in unseren Beiträgen herumgestöbert habt. Aber wieso eigentlich ein Start-up gründen? Die Zukunft ist ungewiss, das Umfeld versteht nicht, warum wir uns nicht lieber einen "richtigen Job" in einem renommierten Unternehmen angeln möchten, wo wir doch so viel Zeit in unser Studium investiert haben, und oft wird man belächelt. Schnell kommt die Frage auf, warum wir es uns nicht einfach machen. Ja, warum denn?


Wir haben alle unterschiedliche Beweggründe, die uns zu diesem Schritt bewegt haben. Einer hatte die Idee und ist frustriert mit dem jetzigen Konsumverhalten und Umgang mit Ressourcen. Und vielleicht auch es bitzeli wenig Verständnis für schlechte Führung. Und schon gar keinen Bock darauf, sich irgendwelchen machtgeilen Bürohengsten unterordnen zu müssen (äxgüsi für unsere Ausdrucksweise). Warum denn auch, wenn man eine Vision hat, wie es anders sein könnte. Dann lieber von Grund auf zusammen Strukturen bilden, die Sinn machen und Freude an der Arbeit schaffen.


Eine ist an Gesundheit und Nachhaltigkeit interessiert, nicht nur studienbedingt, sondern auch privat. Sie reist mit dem Zug, beteiligt sich an einem Urban Gardening Projekt und ist meistens irgendwo in der Natur zu finden. Sie wollte sich eigentlich nur aus Interesse einmal umhören, was es denn rund um die Uni für Startup-Ideen gibt. Und Loopi hat sie dann nicht mehr losgelassen (sehr zu unserem Glück!).


Ein anderer kam über die Börse ans Circular Hub und kam so mit Loopi in Berührung. Nicht nur fand er das Projekt ansprechend, sondern er ist immer gut drauf, hat super Ideen und hat grosse Pläne für Loopi (wobei, Hand aufs Herz, das haben wir alle). Warum entweder Festanstellung oder Startup, wenn man auch beides machen kann?


Und nochmal eine ist eher zufällig zu Loopi gestossen, weil sie gerne schreibt und die anderen Loopi-Teammitglieder gerne jemanden haben wollten, der für sie schreibt. Ein "gesucht" und "gefunden" also. Das Loopi eine geniale Sache ist und das Team aus richtig tollen Menschen besteht, hat sicherlich nicht geschadet;)


Aber wir haben auch Punkte, die uns vereinen: Wir alle sind mit dem jetzigen Stand der Dinge nicht zufrieden. Neues Plastik wird produziert, obwohl man inzwischen weiss, wie schwer-abbaubar es ist und Plastik-Inseln in der Grösse Frankreichs im Meer herumschwimmen. Erdöl wird abgebaut, als wäre es eine unersättliche Ressource. Das Klima verändert sich immer drastischer, und obwohl alle betroffen sind, scheinen trotzdem nur wenige etwas zu tun. Und grosse Unternehmen, deren Strukturen und Entscheidungen einen grossen und direkten Einfluss nehmen können, scheinen häufig des Geldes wegen beide Augen zuzudrücken und wegzuschauen. Wir wollen eine andere Zukunft. Nicht nur für uns, sondern auch für die nächsten Generationen.


Klar, wir sind jung und ja, uns ist bewusst, dass wir nicht die Lösung für alles sein können. Aber es ist einfach, die Schuld auf vorherige Generationen zu schieben, wo wir doch inzwischen erwachsen geworden sind und mit unserem Verhalten direkt Veränderung bewirken können. Wir wollen verändern. Wir haben uns für unser Startup entschieden, weil wir nicht nur reden möchten, sondern unseren Teil zur Veränderung direkt beitragen möchten. Uns ist es wichtig, unsere eigene Arbeitskultur zu erschaffen, in der wir Vielfalt, Individualität, Respekt und Vertrauen schaffen. Für uns, aber auch für die Mitarbeiter, die wir in Zukunft hoffentlich beschäftigen dürfen. Es ist eine Herausforderung für uns, aus dem Nichts ein Unternehmen aufzubauen, da die meisten von uns aus anderen Bereichen kommen und noch keine jahrelangen Erfahrungen haben. Aber wir geniessen diese Herausforderung, weil sie uns die Chance gibt, unsere Erfahrungen Hands-on zu sammeln und dabei über uns hinauszuwachsen. Und genau darum möchten wir an dieser Stelle alle, die vielleicht auch gerade eine Idee für ein Startup haben, bestärken. Es gibt immer wahnsinnig viel zu tun und man hat scheinbar nie genügend Hände und Füsse um alles zu erledigen, was noch ansteht. Aber ein Unternehmen nach den eigenen Vorstellungen aufzubauen, ist ein ungeheuer schönes Gefühl. Zu wissen, dass wir mit diesem Unternehmen Verantwortung für uns und unsere Zukunft übernehmen, gibt uns Mut, Zuversicht und spornt uns an.


Ja, wir könnten es uns einfach machen. Aber das machen schon genügend andere. Wir wollen neue Wege gehen und andere dazu aufmuntern, sich ihren Weg ebenso zu schaffen. An alle, die uns fragen, warum wir es uns nicht einfach machen, haben wir eine andere Frage: Warum in der Komfortzone bleiben, wenn das Glück möglicherweise gleich daneben liegt?







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