Loopi – Die Idee Hinter dem Smarten Kinderwagen



Manchmal ist es erstaunlich, unter welchen Bedingungen neue Ideen entstehen. Denn als ich Mirco, den Kopf hinter der Idee von Loopi frage, wie und wo er auf seine zündende Idee gekommen ist, habe ich sicher nicht mit folgender Antwort gerechnet: "Auf der Beerdigung meiner Tante". Ok, mein Interesse ist geweckt. Wie kommt man denn bitte an einer Beerdigung auf die Idee zu einem Kinderwagen-Service? Also, ich weiss ja, dass Upcycling jetzt gross im Kommen ist, aber vielleicht sollte man dann doch nicht alle Ressourcen und...ähm, Materialien wiederverwenden... Mir steht die Verwirrung offenbar ins Gesicht geschrieben, denn Mirco erklärt schnell, dass er an dieser Beerdigung gesehen hat, wie sich seine Cousine mit ihrem Kinderwagen abmühen musste: Instabil, umwickelt mit Taschen in den verschiedensten Formaten und Grössen, ein Rad am durchdrehen (und die Cousine nächstens gleich mit), kurz: Ein Plastikkonstrukt das unpraktischer nicht sein könnte. Der Gedanke, der aufkam, war ein einfacher Satz: "Das muss doch besser gehen."

Und dieser Satz war der Startschuss für Loopi. Denn plötzlich war das Wissen besuchter Vorlesungen zum Thema Kreislaufwirtschaft (oder circular economy auf Englisch) wieder präsent: "Es gibt so viele tolle Alternativen zu Plastik und anderen Kunststoffen, die nicht nur genauso widerstandsfähig sind, sondern auch nachhaltiger für die Umwelt, und am allerwichtigsten: Harmlos für das Kind, welches täglich mehrere Stunden in diesem Kinderwagen verbringen wird. Das war uns als Unternehmen von Anfang an wichtig, da viele Inhaltsstoffe über die Haut aufgenommen werden können. Einen besseren Umgang mit unseren Ressourcen bedeutet für uns auch kinder-und gesundheitsgerechte Lösungen, weil Kinder als nächste Generation unsere grösste Ressource sind. Darum wollen wir keine faulen Kompromisse, sondern smarte Lösungen."

Die Idee ist es, Kinderwagen herzustellen, welche zu 100% aus Materialen bestehen, die entweder wiederverwendbar oder problemlos und natürlich abbaubar sind. Damit sollen weitere Produktionen von Abfallstoffen, die dann Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte auf der Erde herumliegen oder in die Ozeane gelangen und ganze Ökosysteme gefährden können, vermieden werden. Aber was Loopi smart macht, ist nicht nur die Bauart, sondern das System. Denn, wie Mirco erklärt, "Smarter heisst für uns nicht nur intelligenter und verantwortungsvoller, sondern auch praktischer. Die meisten Kinderwagen werden zwar teuer verkauft, aber nur wenige Jahre genutzt, bis sie in den Keller verbannt werden. Und die meisten Familien brauchen im Schnitt mehr als nur einen Kinderwagen, weil das Kind wächst und meist nicht alle Bedürfnisse mit einem Kinderwagen abgedeckt werden können. Unsere Idee ist es deshalb, Kinderwagen als Mietservice anzubieten, damit die Familien, die unseren Service nutzen, mit minimalem finanziellem Aufwand maximale Nutzen haben. Das Kind ist grösser geworden? Kein Problem, tauschen Sie den Kinderwagen für ein passenderes Modell ein. Ein zusätzlicher Kinderwagen, der sport- und reisetauglich ist, wird gebraucht? Wird gemacht! Es besteht kein Bedarf mehr, weil das Kind älter geworden ist, aber vielleicht gibt es noch Nachwuchs in der Zukunft? Mit dem Abo Modell zahlen unsere Kunden nur für das, was sie effektiv benötigen. Wenn kein Bedarf mehr besteht, kann das Abo jederzeit gekündigt und bei Bedarf wieder reaktiviert werden."

Die Idee leuchtet ein. Ich frage, ab wann der Service erhältlich sein wird. "Unser Startup steckt noch in den Kinderschuhen, aber wir sind voller Tatendrang. Gerade sind wir in der Planungsphase und unser Ziel ist es, dass der erste Prototyp Ende 2020 herauskommt." Klingt gut. Ich bin gespannt, wie das Resultat aussehen wird, und werde euch selbstverständlich auf dem Laufenden halten.

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