"Du Papa, was ist Nachhaltigkeit?" Wie man Kindern Nachhaltigkeit erklärt



"Du Papa, was ist eigentlich Nachhaltigkeit?". In Zeiten wo Klima-Demos, Naturschutz und Artenvielfalt stärker diskutiert werden denn je, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Kinder mit Fragen rund ums Thema Nachhaltigkeit nachhause kommen. Das ist auch gut so, denn wenn wir es schaffen, unseren Jüngsten zu vermitteln, wie wir sorgfältiger mit unseren Ressourcen umgehen, werden diese als Erwachsene auch eher danach leben, weil es zu ihren Grundwerten gehört, bzw. das natürlichste der Welt ist. Die Herausforderung ist es also, diese zum Teil komplexeren Themen auf ein für Kinder leicht verständliches Niveau herunter zu brechen.


Und da beginnt je nachdem schon die erste Schwierigkeit. Wir verwenden Fachwörter im Alltag, deren Bedeutung wir irgendwann gelernt und verstanden haben. Wie erklärt man diese aber kleinen Personen, die weder das Wort, noch das Konzept dahinter verstehen? Zum einen kommt es natürlich immer darauf an, wie alt das Kind ist, bzw. wie komplex man sich schon austauschen kann. Einem 10-Jährigen kann man Nachhaltigkeit anders erklären als einem Kind im Kindergarten-Alter. Ein guter Startpunkt ist also, einmal nachzufragen, wieviel das Kind schon über das Thema weiss, oder an Erfahrungen anzuknüpfen, die man zusammen gemacht hat (vielleicht hat das Kind schon einmal eine Klima-Demo gesehen, oder hat bei einem Besuch in Zoo festgestellt, dass den Eisbären im Sommer ganz schön warm werden muss). Damit regt man schon zum Nachdenken und Verknüpfen mit bereits bestehendem Wissen und Erfahrungen an, was das Lernen von neuen Konzepten vereinfacht.

In einem nächsten Schritt ist es sinnvoll, sich nicht zu lange mit dem Erklären von komplexen Wörtern aufzuhalten, sondern anhand einfach verständlicher Beispiele zu erklären, was hinter dem besagten Wort steht. Im oben genannten Beispiel mit den Eisbären würde man sich zum Beispiel nicht über Klimawandel unterhalten, sondern darüber sprechen, wie die Welt immer wärmer wird, weil wir ihr nicht genügend Sorge tragen, und den Eisbären deshalb immer wärmer wird (und je nach Interesse und Verständnis kann man dann weiter über die Gründe dafür sprechen und was man dagegen tun kann).


Am besten ist es, im Alltag auf Situationen zu warten, in denen man Nachhaltigkeit und nachhaltiges Verhalten hands-on erklären kann. Denn Kinder machen nicht, was ihnen die Eltern sagen, sondern, was die Eltern machen – Schliesslich leben wir Menschen nach dem Prinzip "Monkey see, monkey do", und niemand lernt so schnell durch Nachahmung wie Kinder. Beispielsweise kann man die Kinder beim Einkaufen die Früchte in einen Stoffbeutel einpacken lassen und ihnen erklären, dass die Plastiksäcke schneller kaputt gehen und weggeworfen werden, und dann im Meer landen, wo sie den Tieren schaden. Mehr Beispiele könnt ihr in den Links nachlesen, die wir euch unten zur Verfügung stellen.


Dadurch, Nachhaltigkeit vorzuleben und den Kindern zu erklären, warum man etwas tut, kann man ihnen das Thema sehr effektiv und spielerisch näher bringen. Je nachdem kann es sich auch lohnen, nach Kinderprogrammen zu suchen, die komplexe Themen einfach erklären, wie das Video von oben. Letzten Endes kennt niemand seine Kinder so gut wie ihr selbst. Schaut, auf welche der oben genannten Tipps eure Kids am besten ansprechen und versucht immer wieder, das Thema von verschiedenen Richtungen anzugehen. Der natürliche Wissenshunger eurer Kinder ist auf euer Seite!


Alltagsbeispiele, um Nachhaltigkeit zu erklären:

https://nachhaltify.de/was-bedeutet-nachhaltigkeit-kindern-erklaert-311/


Kinderlexikon für Sachwörter und komplexe Themen:

https://www.helles-koepfchen.de/?suche=kinderlexikon





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